Was ist eine gute Geburt?


Eine gute Geburt ist nicht unbedingt eine schnelle Geburt. Der Beckenboden und das Gewebe müssen sich langsam weiten, um dem Kind Platz zu machen, der Muttermund öffnet sich von null auf ca. 10 cm. Auch von der emotionellen Ebene her ist eine gewisse Geburtsdauer sehr sinnvoll, damit sich Mutter und Kind langsam aus der langen und intensiven Zeit der Schwangerschaft lösen können. Es ist die Zeit des grossen Überganges.

 

Gebären wird von uns seit Jahrhunderten mit "unerträglichen Schmerzen" und oft negativen Geburtsberichten verknüpft.

Dies ist schade, denn eine Geburt kann ein gutes Erlebnis sein, welches Sie und Ihr Kind das ganze Leben lang positiv begleiten wird.

Es ist ein kraftvolles "Urerlebnis", welches Sie mit etwas Vorbereitung mitgestalten können.

 

Es ist entscheidend, ob und wie Sie mit den Druck-, Spannungs- oder Schmerzgefühlen umgehen können und wie Sie darin begleitet werden.

Viele Frauen glauben, nur eine kurze, "sanfte" und fast schmerzfreie Geburt ist eine gute Geburt. Dem ist nicht so.

Auch eine Geburt mit recht starken Wehen kann ein positives Erlebnis sein, wenn die Frau mit der Wehen Verarbeitung gut zurechtkommt, der Geburtsprozess voran geht und es ihr und ihrem Kind gut geht.

 

Der Geburtsprozess ist ein höchst präziser und geordneter Prozess. Die Natur setzt alles daran, dass Mutter und Kind während und nach der Geburt wohlauf und gesund sind.



Faktoren für eine gute Geburt

Wie gut es Ihnen während der Geburt ergehen wird, hängt massgeblich ab von

  • Ihrer inneren Einstellung zur Geburt und Ihrer Fähigkeit, sich auf das Geburtsgeschehen einzulassen und es zuzulassen
  • Ihrer inneren Achtsamkeit, Ihrer mentalen Stärke und dem Arbeiten mit der absteigenden Ausatemkraft
  • einer ruhigen und respektvollen Umgebung (Geburtsort) und den Menschen, die Sie betreuen und unterstützen
  • Ihrem Kind, wie es mitarbeitet, seiner Grösse, seinem Kopfumfang und seiner Lage

Eine Geburt kann ein äusserst beglückendes, kostbares Erlebnis sein, welches Sie, Ihren Partner und Ihr Kind positiv verbindet.


Was wirklich hilft

Durch innere Achtsamkeit und Sammlung können Sie mit der Atmung, verschiedenen Gebärpositionen, mentaler Kraft, sanfter Beckenbewegung und der Stimme arbeiten. Dies lernen Sie am besten in der Schwangerschaft, damit es Ihnen während der Geburt vertraut ist. 

 

Mentales Training ergänzt die Vorbereitung mit dem Atem sinnvoll.

 

Echtes Erforschen und Überprüfen von positiven und negativen Glaubenssätzen, das Annehmen und Transformieren von Ängsten, persönliche Kraftsätze, Körperbewusstsein und die Verbindung mit Ihrer tiefen Atemkraft führen zu einem ganz natürlichen Vertrauen, einer Entspannung und mentaler Kraft während der Geburt.

 

Die "Geburtswellen" werden, ja dürfen kräftiger werden, um die Geburt zur Vollendung zu bringen. Wie diese stärker werdenden Wehen vertrauensvoll zulassen? Wie dieser Ur-Kraft begegnen, welche dazu beitragen wird Ihr Kind zu gebären?

 

Ich begleite Sie gerne auf diesem Weg.


aus dem Gästebuch

"Durch die Atemtherapie konnte ich meine Ängste vor der Geburt reduzieren und gestärkt mit Vertrauen und Zuversicht die Geburt erwarten. Während der Geburt half mir die richtige Atmung, die Wehen positiv einzusetzen und es wurde das schönste Geburtserlebnis (im Vergleich mit den zwei vorhergehenden). Auch weitere Übungen (Mentaltraining), Empfehlungen und Ratschläge von Frau Emmer waren extrem hilfreich und ich kann die Sitzungen sehr und absolut empfehlen.
Herzlichen Dank!" Claudia F.


Es ist wie in der Liebe

 

Öffne dich und lass es geschehen. Lass das Kind zur Welt kommen.

Es genügt schon, dass du ihm nichts entgegensetzt, dass du dich nicht fürchtest. Dich nicht verwirren lässt von der ungeheuren Kraft, mit der das Kind geboren werden will.

Etwas in dir muss dem Kind sagen können: ja, verlass mich, geh aus mir heraus.

Da ist das Leben. Vor dir.

 

Frédérick Leboyer, Geburtshelfer und Arzt