Atemtherapie


Die Atmung ist mit allen Vorgängen in unserem Organismus verbunden. Unser Atem passt sich in einem lebendigen Rhythmus den wechselnden Situationen des Lebens an - wir atmen anders, wenn wir uns freuen, ärgern, Sport treiben oder ruhen. Die Art und Weise wie wir leben, was wir denken, fühlen und wie wir uns bewegen, wirkt sich auf die Atmung, die Muskelspannung, die Organe, den Blutdruck und auf unser seelisches Befinden aus.

 

Die Atmung ist die einzige Körperfunktion, die jeder Mensch bewusst beeinflussen kann und die trotzdem unbewusst abläuft. Deshalb sind wir in der Lage, über die Atmung direkt auf unser vegetatives Nervensystem positiv einzuwirken.

 

Wenn der Organismus durch zusätzlichen Stress oder durch eine Krankheit über längere Zeit nicht mehr ins Gleichgewicht kommt, können Störungen auftreten wie Atemnot, Hyperventilation, Verspannungen, Erschöpfung, Unruhe und Ängsten.

 

Ziel der Atemtherapie ist die Stärkung und Aktivierung der eigenen Ressourcen, Steigerung des Wohlbefindens und Leistungsfähigkeit. Sie eignet sich auch sehr gut um unangenehme Gedankenschlaufen zu beruhigen und gewisse Atemmuster (z.B. Hochatmung, Kurzatmigkeit, Atemnot) auszugleichen und die Atemqualität zu verbessern. Eine bewusste, ruhig fliessende Atmung hat eine positive Wirkung auf den Kreislauf, das Nerven- und Hormonsystem und nimmt eine wichtige Rolle ein, wenn es um unsere Gesundheit, Entspannung, Lebensqualität und Selbstwahrnehmung geht.

 

Besonderen Wert wird auf die Integration im Alltag gelegt.

 

Gedanken beeinflussen unseren Atem, unsere Gefühle und Körperempfindungen -  der Mensch verarbeitet mindestens 80 000 Informationen pro Sekunde - das Meiste davon unbewusst. Atemtherapie und Impulse aus dem Mentaltraining ergänzen sich erfolgreich.


ZIELE

  • Kennenlernen des eigenen Atemrhythmus, der Atemräume und  einer differenzierten Körperwahrnehmung.
  • Verbessern der Atemqualität in Bezug auf die Vertiefung der Atmung, Harmonisieren des Rhythmus, Stärkung der Atemkraft
  • Erkennen wie die Körperhaltung einen positiven Einfluss auf die Atmung hat
  • Erfahren, wie Sie sich Ihrem Atemfluss wieder anvertrauen können
  • Mentale und körperliche Stärkung durch Klärung von Gedanken, Gefühlen und Bedürfnisse

MITBRINGEN

Neugier und Bereitschaft mittels Atemübungen und Körperwahrnehmung neues zu erlernen und zu Hause auszuprobieren.

INDIKATIONEN

  • Atembeschwerden, Verspannungen, Atemfehlverhalten
  • Beruhigung des Gedankenflusses
  • Klärung von inneren und äusseren Konflikten
  • Förderung von Körperbewusssein und Körperwahrnehmung
  • Depressive Verstimmungen

"Den Puls des eigenen

Herzens fühlen. Ruhe im Innern,

Ruhe im Äussern. Wieder

Atem holen lernen,

das ist es"

Christian Morgenstern