Geburtstrauma verarbeiten


Nicht jede Frau erinnert sich gerne an die Geburt ihres Kindes. Für eine Mutter kann eine schwere Geburt sehr belastend sein.

Ob sie die Geburt als traumatisierend erlebt hat, kann niemand außer sie selbst entscheiden. Nicht jede schwierige Geburt löst eine traumatische Reaktion aus und eine von aussen betrachtet  „normale“ Geburt kann für eine Frau ein schwieriges Erlebnis sein.

 

Der Begriff Trauma (griech.: Wunde) lässt sich bildhaft als eine „seelische Verletzung“ verstehen, zu der es bei einer Überforderung der psychischen Schutzmechanismen durch ein traumatisierendes Erlebnis kommen kann.

 

Ein Trauma kann sich jedoch nicht nur seelisch, sondern auch körperlich auswirken. Traumatische Ereignisse werden von den Betroffenen als intensive Bedrohung erlebt und lösen eine grosse Angst aus, die von Macht- und Hilflosigkeit begleitet ist.

 

Wenn Menschen sich in existentiell bedrohlichen Situationen erleben, aus denen sie weder fliehen noch sie bekämpfen können, kommt es zur Ausschüttung großer Mengen von Stresshormonen, die eine traumatisierende Wirkung haben können.

Vor allem Kontrollverlust, das Gefühl den Wehen und/oder auch dem Personal (Hebammen, Ärzte) ausgeliefert zu sein und selbst keinen Einfluss auf das zu haben, was um einem herum passiert, erleben einige Frauen als traumatisch. Auch ein ungeplanter Kaiserschnitt oder Hyperventilation kann ein traumatisches Erlebnis sein.

 



Atemtherapie & Trauma

In der Atemtherapie wird darauf geachtet, während des Verarbeitungsprozesses in Kontakt mit den körperlichen und mentalen Ressourcen verankert zu bleiben.

 

Der Atem hilft dabei sehr, die Verankerung im Körper zu spüren und die Lebenskraft zu stärken. Die De-Identifikation von starken Gefühlen und Gedanken nach M. Rosenberg (GFK) und Elemente aus der Traumatherapie sind wichtige Ergänzungen meiner Arbeit.


"True Healing ist not the fixing of the broken, but the rediscovery of the unbroken."

 

Jeff Foster

 


Neue Schwangerschaft

Kommt es nun zu einer neuen Schwangerschaft, wird zwar schon einige Zeit seit diesem Erlebnis vergangen sein, aber die neue Schwangerschaft kann alte Ängste und Erinnerungen erneut aktivieren.

 

Dies kann als belastend empfunden werden und die Vorfreude auf eine weitere Geburt trüben. Hier lege ich grossen Wert auf eine sehr achtsame und mit den Ressourcen der Klientin verbundene Arbeit, um das heranwachsende Kind zu schützen.


Feedback

"Bei meiner ersten Geburt erlitt ich durch diverse unnötige Eingriffe des Spitalpersonals ein Geburtstrauma sowie körperliche Verletzungen. Obwohl mein Wunsch nach einem zweiten Kind gross war und ich eine Geburtsverarbeitung sowie Beckenbodenreha etc. gemacht habe, löste in mir die Vorstellung, nochmals ein Kind zu bekommen, lange eine riesen Panik aus.
Als ich dann wieder schwanger war, kamen die Erinnerungen der ersten Geburt wieder hoch. Dank Carolines Unterstützung konnte ich diese Ängste loslassen und mit neuem Selbstvertrauen und einem starken Glauben an meine inneren Kräfte als Frau an diese Geburt herangehen. Die Atemübungen und der Wechsel der Gebärpositionen haben mir sehr geholfen die Wehen als schmerzarm zu empfinden. Ich durfte eine kraftvolle, selbstbestimmte und wunderschöne natürliche Geburt ohne Verletzungen erleben.
Liebe Caroline, ich bin Dir unheimlich dankbar, dass Du mich während meiner Schwangerschaft begleitet und mich unterstützt hast." Heidi, aus d. Gästebuch